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Gumprecht mit Wucht zum ersten Punkt der Saison

Wie auch schon zuvor die Mauritzer Zweitvertretung trennte sich der SVM 1 gegen SC Everswinkel mit einem 2:2 Untenschieden.

Beste Fußballbedingungen bot am Sonntag das Stadion am Coppenrathsweg. Knalliges Naturgrün, einen gut gefüllten Kader, knapp über 20°C Außentemperatur und niegelnagel neue Trikots. Allerdings mussten die Hausherren schon deutlich vor Anpfiff den ersten Nackenschlag hinnehmen, als Coach Dunkel-Steinhoff den Ausfall von Allroundtalent Jan Viefhuen verkündete. Letztgenannter musste eine Sperre absitzen, da er unter der Woche beim Pokalspiel in Sendenhorst ( 4:3 Sieg n. E. wir berichteten) kurz vorm Platzabbau die Ampelkarte sah. Dennoch ging es mit einer schlagkräftigen Startelf aufs Geläuf. 

Das erste Heimspiel der Mauritzer begann von beiden Mannschaften verhalten mit viel Sicherheit in der eigenen Viererkette. Viel Risiko zu spielen schien hüben wie drüben keine Alternative zu sein. Erste nennenswerte Szene ereignete sich dann nach etwa einer viertel Stunde, als sich Daniel Berger-Götze die Murmel in der Mitte der gegnerischen Hälfte zum Freistoß zurechtlegte und, mit Sicherheit absichtlich, halb Schuss halb Flanke das obere linke Eck anvisierte, aber etwas zu ungenau auf das Tornetz abschloss. Beinahe wäre hier was ganz verrücktes passiert. 

In der Folge übernahmen die Kanalkicker immer mehr das Spielgeschehen. Everswinkel nur bedingt mit Entlastungsangriffen. Die nächste Einschussmöglichkeit hatte dann der, in der ersten Halbzeit, auffälligste SVM Akteur Philip Bartsch, der aus spitzem Winkel am Schlussmann des SCE scheiterte. Nachdem der zweite Abschluss durch Bartsch dann eher mittelgefährlich im Seitenaus landete (in manchen Mannschaften kostet das ´ne Kiste), war es dann in der 32sten Minute wieder eben jener Philip Bartsch, der sich aus ca. 25 Metern ein Herz nahm und das Leder fulminant  und unhaltbar im rechten oberen Toreck unterbrachte. Die verdiente Führung für die Platzherren. Nur wenige Minuten später hatte dann Paul Kostyrenko die Möglichkeit, die hochmoderne Ergebnistafel in der ExKern-Arena auf 2:0 zu stellen, doch war sein Kopfball nach Berger-Freistoß so platziert in die Mitte, dass der SCE-Schnapper nicht mehr ausweichen konnte.

Und dann fiel doch noch das Gegentor vor der Pause. Am Dienstagabend noch der Pokalheld und zwei Tage später frischgebackener stolzer Papa, mutierte Joscha Klaes zum Unglücksraben. Vermutlich verunsichert durch zahlreiche lautstarke Angebote der Mitspieler entschied er sich dann den Ball, dem alleinstehenden Everswinkeler Stürmer in die Gräten zu passen. Dieser hatte schlussendlich keine Mühen mehr das Spielgerät im Tor unterzubringen (37. Min). Vor dem Pausenpfiff parierte der SVM-Kapitän dann nochmal stark und bewahrte seine Truppe so vor dem Halbzeitrückstand.

Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen.

Nach durchaus ansehnlicher Halbzeitshow kamen beide Teams unverändert zurück aufs Geläuf. Mit akzeptablen zwei bis drei Minuten begann die zweite Hälfte, bis dann Everswinkel immer mehr das Spielgeschehen übernahm. Da war mit einem Mal gut was zu tun für die eigene Hintermannschaft. Doch die letzte Defensivreihe sowie Klaes waren hellwach. Bis zur 59. Minute. Eine geklärte Ecke kommt postwendend zurück in den 16er, wo Joscha im Duell mit Marian Brügger den Kürzeren zog und den Gegentreffen zum 1:2 hinnehmen musste. 

Von da an war es ein munterer offener Schlagabtausch mit wenig Präzision im Abschluss. Die Klapptafel der Torschussstatistik spielte langsam verrückt. So dauerte es dann bis zur 80. Minute, bis endlich einer der unzähligen Vorstöße den Weg ins Tor fand. Nach Freistoß von Griesdorn und halbherziger Klärung des SCE wird Malte Gumprecht das Spielgerät mustergültig in den Rückraum serviert. Dieser zieht ab und wuchtet das runde Leder wohl mit exakt gleichem Abstand zu beiden Pfosten in die Tormitte. Trotz rund 150 km/h und bedecktem Schuss würde ich diesem wohl, aufgrund seiner (Un)Genauigkeit eine gewisse Haltbarkeit attestieren. Doch das war den Platzhirschen im neuen schwarz-blauen Interdress vollkommen Wurst. 2:2 Ausgleich!

Jetzt wollte man auch noch den Sieg. Nur leider zog sich die Mauritzer Abschlussschwäche auch bis in die letzte Spielminute. So verpassten Kostyrenko und Frye trotz bester Möglichkeiten das Spiel erneut zu drehen. Aber auch auf der anderen Seite wurden gute Einschussmöglichkeiten liegen gelassen, wodurch die Punkteteilung unterm Strich wohl in Ordnung ist, auch wenn man sich gerne den ersten Dreier der neu angebrochenen Spielzeit gesichert hätte.

Nun wird der Fokus auf das kommende Auswärtsspiel beim SV BW Beelen gelegt, wo der erste Saisonsieg eingefahren werden soll!

Aufstellung: Klaes – Bordersen, Feldhausen, Griesdorn, Keller – Gumprecht, Berger (54. Stöpel) – Kostyrenko, Rosfinschi, Bartsch (59. Frye) – König (75. Büjükahraman, oder wie man das schreibt)

Tore: 1:0 Bartsch (32‘)

1:1 Wopke (37‘)

1:2 Brügger (59‘)

2:2 Gumprecht (80‘)