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Fücht(orf)erlich schöner Hattrick zum Sieg gegen Schlusslicht

Nach der recht klaren 0:3 Niederlage eine Woche zuvor, gegen den seit einem Jahr ungeschlagenen Tabellenführer Münster 08, ging es diesen Sonntag für die Mauritzer Jungs tabellentechnisch gegen einen Gegner auf der ganz anderen Seite. Das Schlusslicht in Form des SC Füchtorf war zu Gast, mit dem Ziel seine Punktekonto von mageren 4 Punkten hochzuschrauben.

Coach Dunkel-Steinhoff machte direkt zu Beginn klar, dass 3 Punkte hier ein Muss sind, dies jedoch alles andere als ein Selbstläufer sein wird. Wille, Einsatz und Zweikampf werden gefragt sein bei erstaunlich warmen Temperaturen von 20 Grad in der Mauritzer ExkernArena. Ob diese Einstellung vollends von allen Beteiligten verinnerlicht wurde scheint fraglich, einige waren gedanklich vielleicht bereits beim Bierchen nach dem Spiel, aber dazu gleich mehr.

Mit einem in der Breite etwas abgeschwächten Kader und einem erkälteten Leo “die (Raucher)Lunge” Ricken, der trotzt dessen starke 90 Minuten abriss, machten sich die Jungs in Blau Schwarz auf gegen die Gegner im schwarz-roten Dress. Die ersten Minuten plenkelten ein wenig dahin, bis schließlich ein scharf geschlagener Freistoß von Daniel Berger aus dem Halbfeld das erste mal gefährlich wurde. Der Torwart der Fürchtorfer verschätzte sich und die Murmel landete am Aluminium. Auch in den folgenden Minuten gelangen immer wieder Nadelstiche durch die Mauritzer, vor allem über lange Bälle auf die Flügel, wobei André “Turbo” Paschke seinem Gegner ein ums andere Mal entwischte. So hatten nach Hereingabe von der Seite sowohl Niklas König als auch Daniel Berger aus kurzer Distanz gute Gelegenheiten zur Führung. Diese scheinbare Überlegenheit schien schleichend zu einer gewissen Trägheit zu führen. Die Fürchtorfer wurden wachen, waren eher in den Zweikämpfen, lauter und waren insgesamt einfach präsenter. Das Blatte wendete sich in die andere Richtung. Nun waren es die Fürchtorfer  die über die Flügel ebenfalls zu Chancen kamen. Schließlich war es Mitte der ersten Halbzeit wo sich einige der Zuschauer verwundert die Augen gerieben haben mussten. Der Stürmer in Form der Nummer 10 schnappte sich in der Mitte der eigenen Hälfte den Ball und marschierte, nur halbherzig angegriffen, ganz nach dem Motto “der nächste wird ihn schon haben” an fast der gesamten Mauritzer Mannschaft vorbei. Glücklicherweise scheiterte er letztlich am insgesamt sehr sicheren Joscha Klaes, der im

letzten Moment den Schuss aufs kurze Eck mit dem Fuß verhindern konnte. Auch in der Folge hatte Fürchtorf bis zum Ende der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, wobei es dann torlos in die Kabine ging.

Nicht allzu überraschenderweise war die Stimmung in der Kabine nicht gerade am Höhepunkt. Die Fürchtorfer hatten sich in die Partie reingekämpft und nun mehr vom Spiel. Es musste mehr kommen vom SVM!

Zur Halbzeit wurde gewechselt und es kam Edeh Colombus für Paul Kostyrenko ins Spiel, der viel gearbeitet und Räume geschaffen hatte. 

Waren denn jetzt alle auf Zack?! Sagen wir - naja es geht. Nun arbeitete sich Mauritz wieder mehr ins Spiel. Es wurde lauter und man war früher in den Zweikampfen. Trotzdem gab es für Fürchtorf eine weitere sehr gute Gelegenheit, als ein Chip aus dem Halbfeld einen blank-stehenden Angreifer fand, welcher jedoch verzog.

Dann kam der erste Schlag!

55 Minute - Aus dem nichts wird der Ball auf Niklas “Immer Eiskalt vor dem Tor” König durchgesteckt der sich im Laufduell mit dem Verteidiger befindet. Kurz vor dem herauseilenden Torwart dann der Schuss mit Pieke - Innenpfosten drin. 1:0 SVM. Alle jubeln und auf dem Weg zu Niklas. Doch was war da los? Dieser wimmelt ab und redet von Eigentor - der Schiedsrichter hat es anders gesehen und schreibt ihn als Torschützen auf. In seiner falschen Bescheidenheit hat sich der junge Stürmer des SVM sicherlich vertan, von daher vertrauen wir auf das geschulte Auge des erfahrenen Schiedsrichters. 1 zu 0 durch Niklas König!

Das Tor kann im Nachhinein sicherlich als “Gamechanger” betrachtet werden. Der SVM gewann nun an benötigter Sicherheit und verleibte sich das Spiel ein. Keine 5 Minuten später - 59 Minute. Pass von Daniel Berger auf Niklas König der mit dem Rücken zum Tor den Ball perfekt mitnimmt und dann eiskalt, sowie sicherlich geplant, den hochhüpfenden Torwart tunnelt - der zweite Streich. Fürchtorfs Lücken wurden noch größer, König läuft in der Folge über 30 Meter alleine aufs Tor zu, guckt gefühlt 20 mal nach hinten um ungläubig zu überprüfen ob es denn wirklich kein Abseits war und ob denn ein Teamkollege mitläuft. Lange Rede kurzer Sinn - hier folgte nicht das dritte Tor, er scheiterte am Keeper. 

Zur 76. folgte die Einwechselung von Wenzel Voss für Daniel Berger. Der erstgenannte verwies nach dem Spiel in seiner allgegenwärtigen Bescheidenheit auf seinen ersten Ballkontakt - dieser setzte, mal wieder, Niklas König in Szene, der, mal wieder, alleine auf das Tor zu lief und nun tatsächlich zum dritten Mal traf. So setzte sich König mit seinem lupenreinen Hattrick die Krone auf. In der Folge kam die wohlverdiente Auswechselung, wobei Gabriel Büjükkahraman für ihn ins Spiel kam und auch André Paschke durfte nach gefühlten 100 Sprints verfrüht Feierabend machen, für ihn kam Daniel Niggemeier Sancho. 

Das Spiel trottete nun wieder ein wenig vor sich hin, es schien eine Klare Sache zu sein. Trägheit schleichte sich langsam wieder ein - aber warte mal - kennen wir das nicht bereits aus der ersten Halbzeit? Richtig, es geschah wie es geschehen musste, die Nummer 10 von Fürchtorf schnappte sich mal wieder den Ball bei den Mauritzern in der Hälfte, wurde wieder nur halbherzig angegangen und schob diesmal zielsicher ins Eck zum 3:1 aus 16 Metern ein. Die Alarmglocken klingelten und alle wurden wieder wach, sodass bis zum Ende des Spiels nicht mehr viel geschah. Leider wurde Edeh Colombus kurz vor Schluss gefühlt Hüfthoch umgegrätscht, wobei er sich am Rücken verletzte und nicht mehr weitermachen konnte. Auf Grund des ausgeschöpften Wechselkontingents musste das Spiel auf SVM -Seite zu 10 beendet werden. Hierbei wünschen wir Edeh nochmal gute Besserung. 

Fazit: 3 notwendige und eingeplante Punkte gegen das Schlusslicht. Dazu aber nochmals die Lehre, dass man auch gegen den Tabellenletzten die Punkte nicht geschenkt kriegt. Man blickt gespannt auf die nächsten Spiele und vor allem auf Niklas König, und ob dieser seine starke Form beibehalten kann.