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Magisches Mauritz Dreieck zerlegt Kinderhaus in Einzelteile

Vergangenen Sonntag war es soweit. Mit der wohl besten Saisonleistung zeigte der SVM, was an Potenzial und Talent in ihm schlummert, wenn er Konstanz und Leistung auf den Platz bringt.

Beim deutlichen 4:0 Auswärtssieg taten sich dabei vor allem drei offensive Wirbelwinde hervor. Das magische Dreieck bestehend aus Robin „Fredi“ Hagenah, Krassimir Stöpel und Noah Elber-Weiler trumpfte gerade in der ersten Halbzeit grandios auf und die Hintermannschaft des TuS war löchrig wie ein Sigrist-Käse.

Fredi Hagenah hatte immer wieder viel Platz um über seine linke Seite durchzubrechen und mit einem Doppelpass mit Stöpel die Hintermannschaft zu entblößen. So auch in der 10ten Minute als der passionierte Hobbymaler einen Schuss derart schön in den Giebel platzierte, dass es wie ein Gemälde seines Lieblingskünstler Bob Ross wirkte. 

Bonbonmanufakturist Stöpel hatte wohl morgens reichlich bei seinen Süßwaren zugelangt, anders war die Vielzahl an zuckersüßen Pässen durch die Schnittstellen in den Rücken der erst Dreier- dann Viererkette nicht zu erklären. Der direkt vom Nottulner Volksfest angereiste Fan Jonas Keller meinte bei Krassimir Stöpel gar, die „langjährige Ausbildung bei Schnittstellen-Schöppner wiederzuerkennen“.

Strafraumwirbler Elber-Weiler leistete sich unterdessen ein Privatduell mit dem gegnerischen Schnapper. Höhepunkt war dort sicher die die 18te Minute als der Stürmer von der Copacabana den Ball durch die Hosenträger des Torhüters steckte und von diesem dann unsanft auf den Rasen gestreckt wurde. Den fälligen Pfiff sowie die damit verbundene rote Karte, die selbst die Bank der Kinderhäuser als richtig erachtete, blieb allerdings aus.

Es war ein Spiel das nur eine Richtung kannte und trotzdem stand es zur Pause nur 1:0 für den SVM. Mit einem 5 oder gar 6:0 hätte sich die Heimmannschaft auch zufriedengeben dürfen. Einzig das fehlende Zielwasser des magischen Dreiecks verhinderte dies.

Doch die zweite Halbzeit sollte an der Dominanz des SVM an diesem Tag nichts ändern. In der 55ten Minute war es Mittelfeld Motor Sigrist, der das erlösende 2:0 nach schöner Kombination erzielte. 11 Zeigerumdrehungen später krönte Stöpel dann seine exzellente Leistung. Der lockige Mittelfeldregisseur mit ungarischen Wurzeln lies bei seinem 8ten Torschuss der Partie dann endlich dem Gegner keine Chance und zeigte seinem typischen Jubeltanz an der Eckfahne.

In der 71 Minute gelang dann auch Elber-Weiler endlich sein Tor. Nachdem der pfeilschnelle Stürmer in den Strafraum geschickt worden war, spitzelte er den Ball am Torwart vorbei, blieb diesmal trotz klarstem Kontakt auf den Beinen und brachte den Ball im leeren Tor zum Endstand unter.

Am Sonntag steht nun für den SVM das Duell gegen den Tabellennachbarn von FC Münster 05 an, bei dem sich die Mauritzer auf ihrem neuen heimischen Kunstrasen mit solch einer Leistung auch berechtigte Hoffnungen auf den nächsten Dreier machen dürfen.