Kunstrasen

20-Tage-Vorschau

Turnier

Detailansicht von neuen Nachrichten

Ausgerechnet der Ricken

Nach langer Durststrecke hat der SVM auf heimlichen Geläuf gegen die Kicker aus Münster 05 wieder 3 Punkte eingefahren. Das Spiel stand unter einem besonderen Stern. Es waren große Gefühle vorprogrammiert.

Doch von vorne. Am Sonntag hat der SVM endlich wieder 3 Zähler einfahren können. Mauritz empfingt 05. Ein Spiel dass großen Kampf aber auch in diesem Fall große Gefühle versprach.

 

Mit einem klassischen 4-4-2 fing Mauritz an. Die Kanalkicker kamen nicht gerade gut ins Spiel. Die erste Chance gehörte 05 nach einem direkten Freistoß den Keeper Klaes nur zur Seite abtropfen lassen konnte. Der Knipser von 05 in Fachkreisen als Knülle bekannt war sofort zur Stelle und scheiterte mit dem Nachschuss an Klaes.

In der Folge wurde 05 Ballsicherer ohne sich jedoch aus dem Spiel große Chancen zu erarbeiten. Mauritz verlegte sich aufs Kontern. Columbus schaffte den ersten Abschluss für den SVM in der 13 Minute, der jedoch locker vom Schnapper der 05er aufgenommen werden konnte.

Beide Teams hatten mit dem tiefen Untergrund zu kämpfen und rutschten in etlichen Situationen weg.

In der 22 Minute war es dann soweit nach einer Ecke von 05 stimmte mal wieder nicht die Zuordnung der Mauritzer nicht sodass die bullige IV von 05 den Ball platziert neben den Pfosten ins Tor köpfte. Das Tor saß. Mauritz geriet ins wanken und 05 wurde immer stärker.

Die 35 Minute war angebrochen als 05 das 2:0 markierte. Was war passiert. 05 bekam einen unnötigen Freistoß auf Höhe der Toraußenlinie zugesprochen. Mauritz, wie so häufig in letzter Zeit bei Standards, war noch im Tiefschlaf. Der Ball wurde quergelegt und der Stürmer von 05 hätte Klaes auch noch fragen können wohin er ihn haben will und schob die Asse locker ein.

 

Die Köpfe hingen nun bei fast allen Akteuren vom SVM tief. Hier kommt Leonard Ricken ins Spiel. Genannt „Frischling Leo“. Für die die es nicht wissen. Leo hat 7 Jahre für münster 05 gespielt und wechselte vor der Saison zum SVm (endlich)! Leo schob die Jungs an. Es musste weitergehen. Auch Coach Steinhoff reagierte und brachte George für Wenzel. In dieser Phase hätte Steinhoff sicherlich auch häufiger wechseln können. Es traf in diesem Fall Wenzel.

 

Kurz vor der Pause dann der wichtige Treffer für Mauritz. Nach einem Scharf geschossenen Freistoß von König war es Kostyrenko der den Schlappen hin hielt und unhaltbar ins lange Ecke verwandelte. Kostyrenko widmete das Tor seinem Stammhalter und Erstgeborenen Toscha.

 

Nun war Halbzeit und Coach Steinhoff hielt eine kurze aber klare Ansprache. Nur so viel sei gesagt. Es war nicht leise in der Kabine.

 

Mit der zweiten Halbzeit gab es auch einen weiteren Spielerwechsel bei Mauritz. Bartsch kam für Gabi.

 

Mauritz startete mit neuem Selbstvertrauen. Mit einer „hier geht noch was“ Mentalität schlug es dann auch gleich zum 2:2 ein. Nach einer Flanke von der linken Seite behinderten sich Kosti und George in der Mitte. Glück im Unglück. Der Ball segelte an Freund und Feind vorbei und landete direkt vor Bartschs Füßen, der mit seinem ersten Ballkontakt das Leder trocken in die Maschen schoss. Glückliches Händchen des Trainers ;-)

 

05 wirkte sichtlich geschockt und Mauritz riss das Spiel an sich. Der Spielaufbau wurde klarer und 05 kam nicht mehr recht in Spiel. Nur nach einer Ecke wurde 05 nochmal gefährlich. Jedoch konnte Bartsch den Kopfball von Knülle auf der Linie klären. Kommentar Bartsch: „Auch wenn ich gewollte hätte, hätte ich nicht ausweichen können.“ Quasi auf der Flucht erschossen.

 

Das Spiel wurde etwas ruppiger. Beide Teams wollten den Sieg. In der 83 Minute hatte der SVM dann einen Freistoß aus guter halblinker Position. Edeh schaltete am schnellsten und merkte, dass die Mauer und der Schnapper von 05 noch nicht fertig waren. Er schoss direkt drauf. Der Ball knallte mit 7-mach gegen den Pfosten und genau Leo vor die Füße, der wiederum trocken gegen die Laufrichtung einschob. Was ihm da wohl durch den Kopf ging…..

Kommentar Leo: „Das Gefühl gegen meine alte Mannschaft zu spielen ist unmöglich zu beschreiben. Ich war innerlich zerrissen und stand quasi nur mit Freunden auf dem Platz. Mit alten und neuen. Nach meinem Tor konnte ich mich nicht freuen. Ich habe es erst kaum war genommen, dass meine Mannschaft zu mir zum Jubeln kam, es war natürlich ein mega Gefühl. Ich war absolut nicht darauf vorbereitet ein Tor zu schießen.“

 

Ausgerechnet Ricken besiegelte 05 die Niederlage und den so wichtigen Sieg für den grandiosen SVM.

Das Spiel endete 3:2 und das Fazit des Coaches vom SVM fiel wie folgt aus: „Freuen kann ich mich jetzt noch nicht. Ich bin erleichtert und auch schockiert zu gleichen Teilen. Es ist geil und zeugt von stärke das Spiel nach einem 0:2 zu drehen. Es ist aber auch erschreckend, dass wir immer wieder in diese Situationen kommen.“

 

Mauritz muss für die letzten 2 Spiele im Kalenderjahr 2019 die Sinne schärfen und in der Winterpause konzentriert arbeiten.

In diesem Sinne.

Karla Kolumna

p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 115%; text-align: left; background: transparent none repeat scroll 0% 0%; }