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Dritte zurück in der Spur

Amelsbüren III - SV Mauritz III 0:1.

Äußerst frustrierend gestalteten sich die letzten beiden Wochenenden für das dritte Herrenteam des SV Mauritz. Zuerst verlief die Suche nach Punkten beim SV Greven 2021 ergebnislos, angesichts dramatischer Personalprobleme war damit im Vorhinein aber schon gerechnet worden.

 

 

 Gleich 20 Spieler standen Trainer Tinnefeld in Greven nicht zur Verfügung, so dass die Mauritzer mit einem Notaufgebot ihre schwierige Auswärtsaufgabe antraten. Zu allem Überfluss regierten in Greven auch noch Pleiten, Pech und Pannen, so dass der Gegner zur Pause 2:0 in Front lag, ohne einen nennenswerten Torschuss abgegeben zu haben, Eigentore machen es möglich. Trotz der schlechten Vorzeichen zeigte der SVM Charakter, kämpfte sich eindrucksvoll zurück und dominierte die zweite Halbzeit. In der 80. Minute gelang tatsächlich der Ausgleich zum 2:2 - ehe in der letzten Minute ein weiteres vermeidbares Gegentor den Endstand von 2:3 bedeutete.

Noch unnötiger fiel das Heimspiel vor Wochenfrist gegen GW Gelmer aus. Man könnte meinen, Reinhold Franz wäre Augenzeuge des Geschehens auf dem Mauritzer Kunstrasen gewesen, als er die Weisheit -Wenn man keine Tore macht, ist es ganz schwer, ein Spiel zu gewinnen- ersann. Als Gelmer in der 45. Minute zum 0:1 einnetzte und wenig später ungläubig den Platz zum Pausentee verließ, hätte das Mauritzer Torekonto locker auf 4 oder 5 stehen können. Weil sich die eklatante Abschlusschwäche auch in der zweiten Halbzeit bei weiteren guten Chancen nicht beheben ließ und die Gäste zusätzlich zwei weitere Male ungenügend verteidigt wurden, stand am Ende ein komplett vermeidbares 1:3 zu Buche.

Umso erfreulicher, dass in Amelsbüren die Trendwende gelang. In einem schwierigen Spiel setzte sich der SVM mit 1:0 gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus dem Münsteraner Süden durch. Das goldene Tor der Partie erzielte Ralstan Pusey, heute für die Dritte am Ball, bereits nach 12 Minuten, es hätten vor allem in der ersten Halbzeit aber noch weitere Tore für die Mauritzer folgen können, unter anderem scheiterte Edeh mit einem grandiosen Fernschuss aus 30 Metern am Pfosten. Die Mauritzer hatten die Partie im ersten Durchgang im Griff und spielten gefällig, konzentriert und motiviert, die zurückliegenden Pleiten vergessen zu machen. Diese Konzentration wurde in der zweiten Halbzeit jedoch auf eine harte Probe gestellt, da die Gastgeber um einiges motivierter zu Werke gingen. Teilweise wütend rannten die Grün-Weißen auf das Mauritzer Gehäuse an, stets unterstützt von einigen Heimfans, die auf der Tribüne in Amelsbüren ordentlich Stimmung machten. Es wurde teilweise hektisch und schwierig, einen kühlen Kopf zu bewahren, da sich auch der Schiedsrichter zu häufig von der Kulisse beeindrucken ließ. Der SVM spielte sich auch seine Chancen heraus, Andre Costa hatte die Vorentscheidung sogar auf dem Fuß, es sollte aber bis zum Ende eine hochspannende Partie werden. Optisch dominierten die Gastgeber, zwingende Chancen sprangen aber nicht heraus. Dennoch hätte das Spiel 1:1 ausgehen können. Dass am Ende des Abends trotzdem ausgelassen in des Trainers feiner Stube gefeiert werden konnte, war Resultat einer mannschaftlich geschlossenen Leistung, in der von der Nummer 1 bis zur Nummer 15 jeder für den anderen spielte, rannte, kämpfte und einstand. Die Geschlossenheit und der Teamgedanke waren an diesem Abend beeindruckend und vorbildlich, es war selten eine größere Freude als am Sonntag, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Dieser Erfolg war ein Teamerfolg, wie er schöner kaum ausfallen konnte. Gelingt es der Dritten, den Geist von Amelsbüren auch am nächsten Sonntag gegen die ungeschlagenen Spitzenreiter aus Greven an den Tag zu legen, ist eine Überraschung möglich.

Großer Dank an alle, die uns in den letzten Wochen auf und neben dem Platz ausgeholfen und unterstützt haben!

Always Mauritz!